Andreas-Löber-Platz 1 und 2

Andreas-Löber-Platz: Balkonseite

Im Jahr 2012 wurde eine Modernisierung der Gebäude Andreas-Löber-Platz 1 und 2 vorgenommen. Die Häuser wurden im Jahr 1960 errichtet. Die Warmwasser- und Heizungsversorgung erfolgte bisher über Gasetagenheizungen. Wir haben uns entschlossen, die Wohnungen an eine Zentralheizung mit Warmwasserbereitung und unterstützender Solaranlage auf dem Dach anzuschließen. Durch eine moderne Warmwasserbereitung und Zentralheizung kann die erforderliche Wärme wesentlich sparsamer und umweltfreundlicher erzeugt werden.

Zum Umfang der Arbeiten gehörten:

  • Fassaden-, Kellerdecken- und Dachbodendämmung
  • Einbau einer Zentralheizung, Erneuerung der Heizkörper und Verlegung von Heizungsleitungen
  • Errichtung einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung
  • Einbau einer feuchteregulierten Abluftanlage im Bad
  • Erneuerung der Sanitärobjekte und -leitungen
  • Erneuerung der Elektro-Unterverteilung, -Leitungen, Steckdosen und Schalter
  • Einbau von Zuluftelementen in den Rollladenkästen der Zimmer
  • Erneuerung der Fliesen in Bad, Küche und Flur
  • Erneuerung der Balkonbrüstungen und Balkonfliesen.

Thermografie 

Vor Beginn der Arbeiten wurden Fotos und thermografische Aufnahmen angefertigt. Die Bilder dienten zur Vorbereitung und Planung der Maßnahme. Auf den nachfolgenden Bildern lassen sich Wärmeverluste gut erkennen.  

Andreas-Löber-Platz 2 und Giebel vom Haus 1 ungedämmt

Nach der Umsetzung des Wärmedämmverbundsystems (WDVS) wurden erneut thermografische Aufnahmen angefertigt, um die korrekte Ausführung der Dämmarbeiten bestätigen zu können. Wie man auf dem nachfolgenden Bild erkennen kann, sind keine Wärmeverluste an den Außenwänden mehr sichtbar.

Andreas-Löber-Platz 2 und Giebel vom Haus 1 mit WDVS

Wärmedämmung

Kellerdeckendämmung

Die Fassade wurde mit einer ca. 18 cm starken Dämmung aus Polystyrol mit der Wärmeleitgruppe 032 gedämmt. Die Rollladenkästen werden ebenfalls wärmegedämmt. Die Treppenhauswände zu den Wohnungen erhielten eine ca. 5 cm starke Wärmedämmung aus Gasbeton-Steinen, Wärmeleitgruppe 045. Die Kellerdecke erhielt eine ca. 8 cm starke Dämmung mit der Wärmeleitgruppe 024.

 

Begehbare Dämmung

Der Dachboden erhielt eine ca. 20 cm starke Dämmung, Wärmeleitgruppe 032 und wird nach der Aufbringung der Dämmung weiterhin begehbar sein. Diese Lösung ermöglicht es, einen Trockenboden oder Abstellräume für Mieter im Dachgeschoss weiter nutzen zu können. 

Zentralheizung

Es wurde eine Zentralheizung mit einem Brennwertkessel und eine zentrale Warmwasserversorgung errichtet. Die Zentralheizung arbeitet effektiver als die Gasetagenheizung und führt zu einer erheblichen Energieeinsparung. Die neue Heizung wurde im Haus Nr. 2 errichtet und versorgt die Häuser Andreas-Löber-Platz 1+2 mit Wärme.

Solarthermie

Des Weiteren wurde eine Solaranlage auf dem Dach errichtet. Diese Anlage dient zukünftig der Unterstützung der zentralen Warmwasserversorgung sowie der Beheizung. Durch die Erwärmung werden ca. 50% des Warmwasserbedarfs (über das gesamte Jahr gerechnet) sowie ein Teil der Heizenergie des Hauses abgedeckt. Hierdurch wird eine deutliche Reduzierung des Energiebedarfs der zentralen Warmwasserbereitung und der Heizungsanlage in den Übergangsmonaten (Frühjahr/Herbst) erreicht.

Solaranlage zur Wassererwärmung

Das durch die Solaranlage erwärmte Wasser wird in Speicherbehältern im Keller des Hauses bevorratet und steht somit auch nachts oder bei ungünstiger Witterung zur Verfügung. Falls der Wärmeverbrauch größer ist als die Solaranlage Wärme bereitstellen kann, wird der zusätzliche Wärmebedarf durch die Zentralheizung gedeckt.

Arbeiten in den Wohnungen

Nachfolgend stellen wir dar, welche Arbeiten in den Wohnungen ausgeführt wurden. Abweichungen bei einzelnen Mietern werden bei der Darstellung nicht berücksichtigt.  

Sanitärarbeiten

In den Küchen und Bädern der linken und rechten Wohnungen sowie in den Bädern der mittleren Wohnungen wurden in den Schächten jeweils neue Versorgungsstränge und Abwasserleitungen eingebaut. Die Gasetagenheizungen und die Elektroboiler wurden demontiert. Kücheneinrichtungen, die ausgebaut werden mussten, wurden wieder eingebaut. Die Demontage und Montage der Kücheneinrichtungen wurde durch eine Schreinerei vorgenommen.

Die Bäder wurden rundum 2 m hoch und im Bereich der Badewanne deckenhoch gefliest und mit neuen Objekten ausgestattet. Die Bäder der linken und rechten Wohnungen sowie in den Bädern und Küchen der mittleren Wohnungen wurde eine feuchteregulierte Abluftanlage installiert. Die Anlage wurde über eine Abluftleitung im neuen Installationsschacht zu einem zentralen Lüfter im Dachboden geführt. Nach Anbringung der Wärmedämmung wird die Gebäudehülle dichter. Die Anlage unterstützt dann die Feuchteregulierung im Bad bzw. der Küche. Die Zuluft erfolgt über Lüftungselemente in den Rollladenkästen der Wohn- und Schlafzimmer.

Zur Veranschaulichung stellen wir nachfolgend den neuen Grundriss bzw. die neue Anordnung der Objekte eines Bades dar: 

Warmwasser und Heizung

Es wurden senkrechte Steigleitungen installiert, über die die Heizkörper mit warmen Heizungswasser versorgt werden. Alle Heizkörper wurden erneuert. Im Bad wurde ein Handtuchheizkörper eingebaut. Die Ringleitungen der alten Gasetagenheizung wurden von uns entfernt.

Weiterhin wurden Warm- und Kaltwasseruhren sowie Heizkostenverteiler installiert, die mit Funktechnik abgelesen werden können, so dass unsere Mieter nicht zu Hause sein müssen, wenn der Verbrauch zur Erstellung der Abrechnung ermittelt werden muss. Wir haben eine Vorauszahlung für Heizung und Warmwasser eingeführt und diese mit der Vorauszahlung für Kaltwasser zusammengefasst. Bisher zahlten die Mieter für das Gas, mit dem die Warmwasserbereitung und die Beheizung der einzelnen Wohnungen erfolgte, direkt über die Gasrechnung an den Versorger. Die Vorauszahlung für die Gasversorgung entfiel nach Demontage der Gasetagenheizung, ebenso wie die Kosten der Wartung der einzelnen Geräte sowie die Prüfung durch den Schornsteinfeger.

Elektroarbeiten

Im Kellergeschoss wurde in einem Technikraum eine neue Zählerverteilung montiert. Die Stromzähler, die sich derzeit im Treppenhaus befinden, werden zentral in die neue Zählerverteilung eingebaut. Die Zuleitungen von der Zählerverteilung zum Elektro-Hausanschlusskasten und zu den einzelnen Wohnungen wurden erneuert und verstärkt.

Für die Zuleitung der Mieterkeller wurde eine eigene Sicherung in die Zählerverteilung eingebaut. Die Mieterkeller erhielten jeweils eine neue Brennstellen mit Lichtschalter und einer Steckdose.

Für die Allgemeinbereiche Keller und Treppenhaus bzw. auch für den Dachboden wurden die elektrischen Leitungen, die Schalter und Steckdosen erneuert.

Jede Wohnung erhielt eine neue Elektrounterverteilung im Flurbereich. Die Anzahl der Sicherungen wurde auf den heutigen Standard erhöht, so dass mehrere Geräte gleichzeitig betrieben werden können, wie z.B. Elektroherd, Waschmaschine oder Geschirrspüler. Die Anzahl der Steckdosen im Bereich der Küche wurde erhöht. Die Unterverteilung wurde mit 2 FI-Schutzschaltern ausgestattet.

Die Verkabelung wurde im Flur an der Decke installiert. Die Decke im Flur wurde ca. 5 cm abgehängt, um die Kabel zu verdecken. Diese Vorgehensweise bietet gegenüber einer Verlegung der Kabel in den Wänden die Vorteile einer schnelleren Ausführung und geringer Verschmutzung der Wohnungen.

Für die Kernbereiche Flur, Küche und Bad wurden die elektrischen Leitungen, die Schalter und Steckdosen vollständig erneuert. Da das Leitungsnetz unter Putz verlegt wird, kommt es hier zu einer Staubbelastung die auf das Nötigste begrenzt wurde. Für die restlichen Räume wurden neue Zuleitungen verlegt und die bestehende Elektroinstallation wurde neu angeschlossen.

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